Unsere Schule
Unsere Arbeit
Integration
Integration
Auftrag der Schwerpunktschule
"Mit der Einrichtung der Schwerpunktschulen zur Integration von beeinträchtigten Kindern an den rheinland-pfälzischen Grundschulen erhalten Eltern, die ihr Kind integrativ unterrichten lassen möchten, ein auf Dauer angelegtes und verlässliches Integrationsangebot an rheinland-pfälzischen Schulen."Dabei übernimmt die Schwerpunktschule als Ganzes den Förderauftrag. Unterstützt werden die Kolleginnen der Grundschule von Sonderschullehrern und Pädagogischen Fachkräften, die im Rahmen der "Grundausstattung" und "Rucksackstunden" (d.h. Stundenzuweisungen für Kinder mit sonderpädagogischem Gutachten) im Hause arbeiten. In der Regel können bis zu drei beeinträchtigte Kinder in einer Klasse gefördert werden; für sie gelten die in ihren sonderpädagogischen Gutachten vorgeschlagenen Richtlinien (z.B. die der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen). Grundsätzlich wird dabei integriert im Klassenverband unterrichtet, hinzukommen können je nach pädagogischer Notwendigkeit auch Einzel- oder Kleingruppenförderung. Förderung setzt beim individuellen Lernstand und der persönlichen Eigenart des Kindes an und dient nicht zur Aufarbeitung von Defiziten in Bezug auf eine allgemeine Norm.
Wer sind wir als Schwerpunktschule?
Als Schwerpunktschule haben wir die Möglichkeit, intensiver auf die verschiedenen Lernwege, besonderen Bedürfnisse und Eigenarten der Kinder einzugehen. Das wird konkret durch verschiedene Formen der Differenzierung im Unterricht angestrebt. Soweit es unsere Möglichkeiten zulassen, versuchen wir dem Kind durch vermehrte Zuwendung, Differenzierung, angepasstes Material, durch mehr Zeit und besondere Angebote, wie z.B. Psychomotorik und Fördergruppen mehr Spielraum für seine individuelle Entwicklung einzuräumen. Diese Spielräume sind allerdings beschränkt; ein Anhaltpunkt: In den ersten Schuljahren ist täglich der erste Block (90 min), in den zweiten Schuljahren der zweite Block (50 min) doppelt besetzt. Die anderen Stunden unterrichtet die Klassenlehrerin alleine.
Was wir für ein Kind tun können und ob unsere Schule der richtige Förderort ist, muss immer im Einzelfall geklärt werden. Da es nur individuelle Lösungsansätze auf die vielfältigen Herausforderungen gibt, die uns durch Lern-, Verhaltens- und andere Probleme gestellt werden, verbietet sich ein Schubladendenken. Unsere Schwerpunktschule steht Kindern aus dem Einzugsbereich der Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Asbach und Rheinbrohl zur Verfügung. Voraussetzung für die Aufnahme von beeinträchtigten Kindern ist ein Sonderpädagogisches Gutachten. Rechtlich können sich die Eltern in der Regel frei zwischen der Aufnahme ihres Kindes in der Schwerpunktschule oder einer Förderschule entscheiden. In der Praxis sollte aber im engen Kontakt von Eltern, Förder- und Schwerpunktschule im Einzelfall beraten werden, welcher Förderort individuell Sinn macht. Zu den zu bedenkenden Faktoren gehören u. a. Klassengröße, Fahrtzeiten, vor Ort individuell benötigte Förderangebote, Umfang der benötigten Zuwendung, Arbeits- und Sozialverhalten des Kindes, etc. Wir empfehlen unbedingt eine Hospitation von Kind und Eltern in den in Frage kommenden Schulen. Den Eltern muss klar sein, dass ihr Kind bei Aufnahme in die Grundschule trotzdem nach den im Sonderpädagogischen Gutachten vorgeschlagenen Förderschul-Richtlinien unterrichtet wird. Die Perspektive ist also keinesfalls das „Aufholen“ von Entwicklungsrückständen und das Erreichen der Regelschul-Ziele; vielmehr soll das Kind da abgeholt werden, wo es steht und auf seinem individuellen Niveau gefordert und gefördert werden. Aus diesem Grund sollte im Konsens aller Beteiligten überprüft werden, ob das Kind ganz konkret in einer bestimmten Klasse/bei einer bestimmten Kollegin einen Platz finden kann, an dem es sich in seiner Persönlichkeit - und dazu gehört auch der Zuwachs an Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten - aller Voraussicht nach entfalten kann. Unser Kollegium hat ein Förderplan-Raster erarbeitet, anhand dessen Lernziele und –wege für die beeinträchtigten Kinder geplant werden. Um gemeinsam einen (Lern-) Weg für das Kind zu finden, kooperieren wir mit den Kindergärten, Sonderschulen, weiterführenden Schulen, sowie therapeutischen Einrichtungen.
Rahmenbedingungen
Personalausstattung
Für eine dreizügige Schule, wie es unsere 'Grundschule Am Sonnenberg' ist, stehen als „Grundausstattung“ eine Sonderschullehrerstelle und eine halbe Pädagogische Fachkraftstelle zur Verfügung. Zusätzlich werden der Schule - abhängig vom jeweiligen Sonderpädagogischen Gutachten der beeinträchtigten Kinder - "Rucksackstunden" zugeteilt. Diese errechnen sich nach der Verwaltungsvorschrift "Unterrichtsorganisation an Sonderschulen" des MBWW vom 03.05.2000. So bekommt z.B. die Schwerpunktschule für ein Kind mit dem Förderschwerpunkt Lernen 2,3 Sonderschullehrerstunden. Die konkrete Stundenzuteilung vor Ort erfolgt nach pädagogischen, nicht rechnerischen Grundsätzen. Bei Bedarf kann für den lebenspraktischen Bereich ein Integrationshelfer (nach BSHG) beantragt werden.
Sonderschullehrer und Pädagogische Fachkraft sind als Ergänzung des Gesamtkollegiums gedacht; sie dienen also der gemeinschaftlichen Kompetenzerweiterung. Der Förderauftrag für die beeinträchtigten Kinder liegt ausdrücklich bei allen Kolleginnen, eine Delegation an die "Spezialisten" ist nicht vorgesehen. Ein Arbeitsschwerpunkt der Sonderschullehrer und Pädagogischen Fachkräfte liegt in der Beobachtung der Kinder, im diagnostischen Bereich und in der Förderplanung mit den Grundschulkolleginnen sowie deren Beratung.
Zusätzlich zur regulären Stundenausstattung der Grundschule nach der Verwaltungsvorschrift "Unterrichtsorganisation in der Grundschule" des MBWW vom 04.05.1993 werden 0,035 LWS pro Kind als "Poolstunden" zugewiesen. Von diesen Stunden können die Hälfte der Stunden für Kooperations- und Koordinierungsaufgaben verwendet werden.
Die regulären Klassenmesszahlen für Grundschulen haben weiterhin ihre Gültigkeit. "Wenn die Messzahl zur Klassenbildung nur knapp unterschritten wird und beeinträchtigte Kinder aufgenommen wurden, kann gemäß VV "Unterrichtsorganisation in der Grundschule" §2.1.5.1 aus besonderen pädagogischen Gründen eine zusätzliche Klassenbildung mit Zuweisung der Klassenpauschale erfolgen. Dieser Ermessensspielraum wird insbesondere bei den Schwerpunktschulen in pädagogischer Verantwortung zu Gunsten der Integrationsmöglichkeiten der Schulen angewandt." In Schwerpunktschulen gibt es keine „Integrierte Förderung“ nach §29 der Grundschulordnung.
Sachausstattung
Es gibt für beeinträchtigte Kinder in der Grundschule keine Lehrmittelfreiheit. Sonderpädagogische Lehrmittel sowie die Schülerbeförderung dagegen sind nach §62 des Schulgesetzes durch den Schulträger zu tragen.
Aufnahme von Kindern
Unsere Schwerpunktschule steht Kindern aus dem Einzugsbereich der Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Asbach und Rheinbrohl zur Verfügung. Im Rahmen der "Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs" können sich die Eltern für die Grundschule als Förderort aussprechen. In der Regel können bis zu drei beeinträchtigte Kinder pro Klasse eingeschult werden. Die Beantragung und der Ablauf der Sonderpädagogischen Gutachten laufen nach den bekannten Regelungen ab.
Die beeinträchtigten Kinder verbleiben in der Regel in ihrer Klasse, denn das Weiterschreiten im Klassenverband hat Vorrang (vgl. §46 GSO). Am Ende der Grundschulzeit wird dann über die weitere Schullaufbahn beraten. Das Konzept „Schwerpunktschule“ wird in Unkel von der Stefan-Andres-Schule fortgeführt. Bei einem möglichen Scheitern der Integrationsmaßnahme wird mit den Referaten Grundschule und Sonderschule beraten und nach Lösungen gesucht.
Förderpläne
„Für alle Gutachten-Kinder sind Förderpläne zu erstellen und zwar von den Klassenleitungen und den beteiligten Sonderschullehrkräften bzw. Pädagogischen Fachkräften gemeinsam. Sie sind auch den Eltern zu erläutern und nach den jeweiligen Zeitabschnitten zu reflektieren und fortzuschreiben bzw. zu ändern. (...) Die Durchführung des Unterrichts gemäß den Förderplänen ist Aufgabe aller (!), die in dieser Klasse unterrichten.“
Zeugnisse
Die Gutachten-Kinder erhalten ein Zeugnis entsprechend der Sonderschulform, die sie sonst besucht hätten. Wenn sie in Teilbereichen auf Grundschulniveau arbeiten, sollte das in der Verbalbeurteilung zum Ausdruck kommen. In die Zeugnisse „kann unter Bemerkungen der Vermerk aufgenommen werden: „X wurde zieldifferent nach dem Lehrplan der Sonderschule mit dem Schwerpunkt ... unterrichtet.“ Dieser Vermerk muss aber bei jedem Schulwechsel aufgenommen werden, sowie im Halbjahreszeugnis und im Jahreszeugnis des 4. Schuljahres.“
Integrationsfachberater und –beraterinnen
Die Fachberaterinnen haben die Aufgabe, die Schwerpunktschulen bei der Entwicklung von integrativem Unterricht zu unterstützen, u.a. bei der Erstellung von Förderplänen. Sie sollen auch herangezogen werden, wenn es um die Frage geht, ob ein Kind zum Sonderpädagogischen Gutachten nachgemeldet werden soll.
Handlungsfelder der Pädagogischen Fachkräfte und Sonderschullehrer/innen
Beratung/Diagnostik
| • |
Diagnostik und Beobachtung (z.B. bzgl. Lernproblemen in einzelnen Fächern, Wahrnehmung, Verhalten, Gedächtnis, Sprache, ...)
|
| • |
Beratung (Lehrer, Eltern, Kinder, Schulleitung)
|
| • |
Einschulung, Aufteilung der neuen Klassen
|
| • |
Schullaufbahnberatung (z.B. Klassenwiederholung)
|
| • |
Schulinterne Fortbildung
|
| • |
Kontakt mit schulischen und außerschulischen Einrichtungen (Schulpsychologe, Sonderschulen, Schulkindergarten, Kindergärten, HTZ, Tagesklinik, Therapeuten, etc.)
|
Unterricht/Förderung
| • |
Unterrichtsplanung (v.a. Differenzierung, integrativer Unterricht)
|
| • |
Gestaltung von Unterricht und Klassenleben durch Teamarbeit
|
| • |
Klassenunterricht, Team-Teaching
|
| • |
Förderplanung in Kooperation mit den Grundschullehrern
|
| • |
AGs, Einzel- und Kleingruppenförderung, besondere Förderangebote (z.B. Psychomotorik)
|
| • |
Dokumentation und Auswertung von Förderung/Lernfortschritten
|
| • |
differenzierte Leistungsrückmeldung, verbale Leistungsbeurteilung
|
| • |
Elternarbeit
|
Konzeption/Organisation
| • |
Konzeptentwicklung Schwerpunktschule
|
| • |
Förderorganisation (u.a. Fördertreffs)
|
| • |
Beratung/Planung bzgl. Einrichtung, Ausstattung und Material
|
| • |
Teamarbeit der Sonderschullehrer/innen und Pädagogischen Fachkräfte
|
Organisation der Förderung
Meldung des Förderbedarfs
Neuer Förderbedarf oder Veränderungsbedarf der laufenden Förderung werden von den Klassenlehrerinnen mit dem Förderbedarfs-Fragebogen fristgerecht gemeldet, damit von der Schulleitung in Zusammenarbeit mit den PF/SoL vorgeplant und der nächste Fördertreff vorbereitet werden kann. Der Abgabetermin wird rechtzeitig mit der Einladung ausgehängt; er liegt in der Regel etwa eine Woche vor dem Fördertreff. Ein Kopier-Exemplar des Förderbedarfs-Fragebogens ist im Förder-Ordner im Lehrerzimmer abgeheftet. Der Förderbedarfs-Fragebogen wird in den Förderpostkasten im Sekretariat eingeworfen. Ohne diese Mitarbeit können keine Förderstunden angefordert werden.
Fragebogen zum Förderbedarf
Um die Förderarbeit bzw. die Verteilung der Förderstunden planen zu können, sind verschiedene inhaltliche und organisatorische Informationen nötig. Weil dazu in der Vergangenheit immer wieder Fragen aufkamen, haben wir zentrale Punkte in einem Fragebogen zum Förderbedarf zusammengefasst. Da nicht alle am Planungsprozess Beteiligten auch jeweils in den Klassen arbeiten, in denen Bedarf herrscht, spielen die hier dargestellten Informationen eine wichtige Rolle. Dabei kommt es nicht auf die Form oder das buchstabengetreue Ausfüllen des Formulars an, sondern darauf, dass für den jeweiligen Fall relevante Aussagen gemacht werden. Nicht zuletzt spielt der "Mini-Stundenplan" am Ende des Formulars eine wichtige Rolle, um auszuschließen, dass es zu "Kollisionen" mit anderen Stundenplan-Elementen wie z.B. Religion kommt. Ebenso lässt sich so eher einrichten, dass Fachkräfte und Doppelbesetzungen zu Zeiten eingeplant werden, in denen eine Differenzierung gut möglich ist, z.B. in Phasen der Werkstatt- oder Wochenplanarbeit.
Fördertreff
Die Vorschläge von Schulleitung/PF/SoL zur Verteilung der Förderressourcen werden von den Beteiligten im Fördertreff verhandelt. Um die Dringlichkeit der einzelnen Anliegen abwägen zu können und organisatorische Fragen direkt abzuklären, müssen die Klassenlehrerinnen ihren Förderbedarf selbst vertreten. Hilfreich ist auch die Anwesenheit aller Lehrkräfte, deren Stunden hier verteilt werden. Die Schulleitung bereitet den Fördertreff in Kooperation mit den Sonderschullehrer/innen bzw. Pädagogischen Fachkräften vor, lädt dazu ein und moderiert ihn. Die beim Fördertreff Anwesenden versuchen einen Konsens bzgl. der Verteilung von Förderstunden herzustellen, der abschließend von der Schulleitung gebilligt werden muss.
Der Fördertreff findet in Abständen von ca. 2 Monaten statt. Die Termine für die Treffen und die Abgabe der Meldungen werden frühzeitig festgelegt und am "Schwarzen Brett" ausgehängt. Für die Planung eines neuen Schuljahres muss der voraussichtliche Bedarf noch vor den Sommerferien komplett neu erhoben werden, darum müssen in diesem Fall alle Kolleginnen, die Förderstunden brauchen, einen Förderbedarfs-Fragebogen ausfüllen.

Teamarbeit
"Begleiter" zur Selbst-Klärung///Team-Findung
Die folgenden Fragen sind vor allem dazu gedacht, den eigenen Standpunkt zu klären. Auf dieser Grundlage ist es einfacher, dem neuen Team-Partner zu begegnen und sich dann auszutauschen. Es ist sinnvoll, möglichst viele der unten aufgeführten Bereiche frühzeitig anzusprechen, jedoch sind nicht alle immer gleich relevant. Viele Punkte kristallisieren sich erst im Laufe der gemeinsamen Arbeit heraus. Insofern ist dieses Papier keine "Check-Liste", sondern ein "Begleiter".
Was bedeutet für mich "Integration"?
Welche Vorerfahrungen habe ich? Welche Ansprüche an Integration habe ich? Wo sehe ich Grenzen von Integration? Mit welchen (beeinträchtigten) Kindern komme ich gut klar, mit welchen habe ich Probleme?
Worin besteht meine Aufgabe, worin sehe ich die meines Team-Partners?
Wie verstehe ich meine Rolle in der Klasse? Was genau erwarte/erhoffe ich mir von meinem Team-Partner? Wie möchte ich gerne unterrichten (Teamteaching, Ko-Piloten-System, Aufgabenverteilung, Aufteilung der Fächer, externe/interne Differenzierung, ...)?
Möchte ich bestimmte Zuständigkeiten und Aufgaben in der Klasse übernehmen (z.B. für bestimmte Kinder, Phasen, Materialien, ...)?
Möchte ich besondere Aspekte in das Klassenleben einbringen (Montessori, Bewegtes Lernen, Psychomotorik, Rollenspiel, Musik, ...)?
Worin sehe ich meine Stärken, meine Schwächen? Welche fachlichen und persönlichen Kompetenzen bringe ich ins Team ein; worin würde ich gerne vom Team-Partner ergänzt werden? Welche Erfahrungen habe ich bisher mit Team-Arbeit gemacht?
Welchen Unterrichtsstil bevorzuge ich? Wie gehe ich mit Belastungen und Unvorhergesehenem um? Was mag ich gerne an Schule, was ist für mich schwierig?
Wie soll unsere Klasse an die Stufe/Schule angebunden werden (gemeinsame Werkstätten, Materialien, Teams, Fördergruppen, ...)?
Wie möchte ich im Team arbeiten?
Wie oft möchte ich mich mit meinem Team-Partner treffen? Wo liegen meine Grenzen der Belastung? Was erwarte/erhoffe ich von Team-Treffen (Reflexion, Vorbereitung, Erarbeitung neuer Themen, Erstellung von Förderplänen, persönliches Näherkommen, ...?) Wie sollten meiner Meinung nach Team-Treffs vorbereitet werden? Wie sollen Treffs dokumentiert/protokolliert werden?
Möchte ich gemeinsam mit meinem Team-Partner Fortbildungen besuchen?
Wie planen wir Unterricht?
Wie plane ich normalerweise Unterricht? In welchen Planungszeiträumen arbeite ich gerne (Woche vorbereiten, von Tag zu Tag, ...)? Möchte ich bestimmte Fächer übernehmen/abgeben? Möchte ich „alles zusammen“ planen? Würde ich gerne „den roten Faden“ eines Bereiches/Faches übernehmen oder lieber eine Differenzierung ausarbeiten? Liegt mir eher, etwas alleine zu entwickeln und dann im Team abzusprechen? Oder lege ich lieber mit dem Team-Partner einen Rahmen fest, innerhalb dessen ich dann Elemente ausarbeite? Wie möchte ich Förderpläne erstellen?
Auf welche Weise möchte ich unsere Arbeit dokumentieren (Fotos? Tagebuch?) Wie möchte ich Diagnostik/Beobachtung betreiben? Wie und wann überprüfen wir unsere Arbeit (Evaluation)?
Wie sollen wir unterrichten?
Welche Methodik/Arbeitsweise sollte meiner Meinung nach im Mittelpunkt des Klassenlebens stehen (z.B. Werkstatt, Wochenplan, o.ä.)? Welche Auswirkungen hat die Arbeitsweise für die (behinderten) Kinder? Gestalte ich meine Arbeit auf der Basis bestimmter Theorien/Methoden (Montessori, ...)? In welcher Form möchte ich Differenzierung gestalten? Wie sollte integrativ gearbeitet werden (d.h. gemeinsam bei verschiedenem Niveau bzw. verschiedenen Lernzielen gearbeitet werden)? Inwiefern trägt die Klassenraumgestaltung und die Sitzordnung dazu bei? Ist das Material geeignet, brauchen wir noch besonderes/weiteres Material? Welche Rhythmisierung bevorzuge ich; kommt sie den Kindern entgegen? Arbeite ich gerne eng am Plan (z.B. Tagesplan als Symbole an der Tafel) oder variiere und verändere ich gerne spontan?
Welches sind die zentralen sozialen Inhalte, auf die ich in den ersten Wochen Wert legen will? Wie sollen sie vermittelt/gelebt werden? Wie möchte ich soziales Lernen gestalten?
Welche zentralen Regeln sind mir so wichtig, dass sie zuerst eingeführt werden sollen? Wie?
Welche Rolle spielt Integration/Behinderung im Klassenleben? Wie wird damit umgegangen (offen, als gemeinsames Thema? oder lieber behutsam, indirekt?)?
Welchen Grundschatz an Spielen und Liedern sollen wir aufbauen?
Wie möchte ich Elternarbeit gestalten?
Sollen beide Team-Partner komplett eingebunden werden, oder ist die allgemeine Elternarbeit Sache der Klassenlehrerin?
Kenne ich meinen Team-Partner?
Kenne ich – im Sinne der genannten Fragen – meinen Team-Partner eigentlich? Welche der genannten Punkte sind für mich besonders wichtig, so dass ich sie besprechen möchte? In welchen Punkten möchte ich meinen Team-Partner besser kennen lernen?